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Energiewende, Digitalisierung, demographischer Wandel, all diese Prozesse prägen massiv die Entwicklungschancen in den Kommunen und werden sich nur dort angemessen steuern lassen. Im Hinblick auf den Umbau der Energieversorgung hin zu einer nachhaltigen und erneuerbaren Erzeugung haben vor allem die Stadtwerke Enormes geleistet. Nicht zu Unrecht wurden sie daher von Bundeskanzlerin Angela Merkel als die Träger der Energiewende bezeichnet. Wer hätte einige Jahre zuvor geglaubt, dass sich die Stadtwerke in liberalisierten Energiemärkten nicht nur behaupten, sondern dass sie in diesen auch eine Führungsrolle entwickeln.
Auch in Bezug auf die Digitalisierung haben sich kommunale Unternehmen bis heute bereits massiv engagiert. Dort, wo sich angesichts geringer Renditeerwartungen kaum ein Privater für die Versorgung mit leistungsfähigem Breitband interessiert, sind sie es, die die jeweiligen Kommunen an das World Wide Web und damit an die zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität anbinden.
Mit solchen und anderen Maßnahmen werden letztlich auch Kontrapunkte gegen den dritten eingangs genannten Megatrend gesetzt. Der demographische Wandel wirkt sich schon heute massiv auf grundlegende gesellschaftliche Parameter aus. Der Fachkräftemangel zeigt sich als die Kehrseite der geringen Sockelarbeitslosigkeit und droht der deutschen Volkswirtschaft in der Zukunft erhebliche Wachstumsimpulse zu nehmen. Die Baby-Boom-Generation der zwischen 1955 und 1969 Geborenen geht demnächst auf die Rente und auf das Alter zu. Bislang fehlt es vollständig an Konzepten, wie die jetzt schon knarzende Pflegeversicherung das in diesem Zusammenhang noch deutlich weiter ausspreizende Delta zwischen Versorgungsfällen und Pflegefachkräften ausgleichen kann.
Während insbesondere junge Familien in den großen Städten unseres Landes unter der Mietexplosion der vergangenen Jahre leiden, verfallen Eigentumswerte auf dem Land. Die Reurbanisierung ist auch die Folge eines zunehmenden Wettbewerbs um die Ansiedlung von immer weniger jungen Menschen. Vor diesem Hintergrund fällt es in den strukturschwachen Räumen stetig schwerer die notwendigen Voraussetzungen für angemessene Daseinsvorsorgeleistungen aufrechtzuerhalten.
All diese Probleme sollten am ehesten in den Kommunen selbst angegangen werden. Nur dort lassen sich Konzepte entwickeln, die zum einen den konkreten lokalen Voraussetzungen entsprechen und die zum anderen die aktive Unterstützung der lokalen Bevölkerung erhalten. Vor diesem Hintergrund sind Bund und Länder gefragt, den finanziellen Handlungsspielraum der Kommunen deutlich auszuweiten und ihnen in diesem Zusammenhang auch größere Kompetenzen zuzuweisen.
Dies würde dem enormen Renommee entsprechen, das Kommunen, deren Unternehmen und die jeweiligen Amtsträger bis heute genießen. Insbesondere Sparkassen und Stadtwerke zählen nach wie vor zu den beliebtesten Institutionen in diesem Land.
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